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Premiere für die Premiumkante: Türen mit Nullfuge bei PRÜM

Türen mit Nullfuge? Davon hatte Adrian Schüßler vor fünf Jahren noch nichts gehört. Doch die PRÜM-Türenwerke waren dem gebürtigen Gerolsteiner als einer der attraktivsten und größten Arbeitgeber in der Region lange vor seinem Maschinenbaustudium ein Begriff. Seit Ende 2016 ist der 31-jährige Ingenieur als Projektleiter Türenfertigung bei PRÜM verantwortlich für das „Projekt Premiumkante“.

Im Sommer 2016 hatte Adrian Schüßler noch seine Bachelorarbeit über Prozesse in der Sondertürenfertigung bei PRÜM geschrieben und sein Studium erfolgreich abgeschlossen. Anschließend bekam er dort direkt einen Job als Projektleiter angeboten.

Schon im Januar 2017 fiel der Startschuss für das strategisch wichtige Großprojekt beim Eifeler Innentüren-Produzenten. Denn die sogenannte „Nullfugentechnologie“ für Türen sollte eine Innovation möglich machen: die stoß- und schlagfeste Premiumkante von PRÜM, ein neues Produkt mit Alleinstellungsmerkmal.

Adrian Schüßler leitet das Großprojekt. Das heißt, er hält „alle Fäden in der Hand“, koordiniert Termine und Arbeitsschritte und kontrolliert das Budget.

Insgesamt wirken 15 Kolleg*innen aus verschiedenen PRÜM-Abteilungen am Projekt Premiumkante mit. Zudem unterstützen ebenso viele Beschäftigte der Geschäftspartner die Arbeiten: HOMAG entwickelte die Prozesstechnologie, REHAU das Kantenmaterial.

Türen mit Nullfuge – eine Innovation

In der Möbelindustrie ist das Prinzip der fugenfreien Kante etabliert. Doch in der Türenproduktion setzt die PRÜM-Premiumkante neue Maßstäbe: Denn hier, in der Eifel, steht nun die erste Türenproduktionsanlage, die so gut wie alle Standard- und Sondertüren mit Nullfuge fertigen kann.

„Andere Türenhersteller nutzen Schmelzkleber. So bringen sie eine sichtbare Fuge zwischen Tür und Kante ein. Doch die einzig wahre Nullfuge ist unsere Premiumkante. Denn sie geht durch eine feine Funktionsschicht eine unsichtbare Klebeverbindung mit der Tür ein!“

Adrian Schüßler, Projektleiter Premiumkante bei PRÜM

Aus dem Kunststoff Poly-Propylen wird eine zwei Millimeter starke Kante in den Türenfalz eingelegt. So fügt sich diese Kante nahtlos und ohne sichtbare Übergänge in die Tür ein.

Darüber hinaus „kann“ diese Anlage jede Tür auch mit jeder konventionellen Kante. Wen wundert es da, dass sie bei PRÜM auch liebevoll die „Mutter aller Türenmaschinen“ genannt wird?!

Neues Herzstück der Produktion

Rund zwei Jahre nach dem Projektstart wurde die Premiumkantenanlage ab November 2018 in Einzelteilen auf dem PRÜM-Gelände angeliefert. Innerhalb von drei Wochen luden 30 Lastwagen fast 290 Tonnen modernste Maschinentechnik für die Türenproduktion in der Eifel ab.

Vorher war der Standort für die neue Produktionsanlage vorbereitet worden: eine aufwändig renovierte Halle mit teilweise neuer Bodenplatte. Für das künftige Filterhaus der neuen Anlage wurde ein neues Absaugkonzept mit neuer Filtertechnik geplant. Schließlich lagerte man die Produktion um und räumte rund 2.000 Quadratmeter Fläche frei. Jetzt lag der Aufbau beim Partner HOMAG.

Zur BAU–Messe im Januar 2019 mit offizieller Premiere der Premiumkantentür war dann alles bereit für den Marktauftritt: eine echte Innovation im Türenbereich!

Ganz ohne Fuge: die erste Premiumkantenanlage für Türen

Investitionsvolumen: 11 Millionen Euro

Gewicht: 290 Tonnen

Länge: 180 Meter

Fläche: 2.000 Quadratmeter

Dauer der Anlieferung: 3 Wochen

Dauer des Aufbaus: 5 Monate

Projekt-Mitarbeiter*innen: 30

Max. Produktion pro Minute: 8 Türen

Produktionsstart: Mai 2019

Momentan werden die Premiumkantentüren und viele andere Türvarianten in zwei Schichten mit jeweils drei Mitarbeitern produziert. Doch in den nächsten Jahren will PRÜM auf drei Schichten hochfahren.

Premiumkante für Türen: die Ersten, die das anbieten

So wird die neue Anlage ihre Vorgängerin unterstützen, um nach und nach die Gesamtleistung des Türenwerks zu erhöhen. Während dieses sogenannten „Hochlaufs“ (der Produktion) begleitet Adrian Schüßler das Projekt weiter.

Beim Zwischenfazit schwingen Stolz und Freude mit: „Das war eine Herausforderung für mich persönlich und für das Unternehmen! Während des gesamten Projekts haben mir Kollegen zur Seite gestanden, auch mein Vorgesetzter Horst Lichter, der Technische Gesamtleiter. Trotzdem war das nicht absehbar. Wie würde unsere Premiumkante ankommen? Aber wir haben eben etwas gewagt und sind die Ersten, die das anbieten.“

1.500 Premiumkantentüren pro Woche

Mit großem Erfolg: Seit die neue Kante auf der BAU vorgestellt wurde, nimmt die Nachfrage stetig zu. Wurden im April 2019 noch 150 solcher Nullfugen-Türen wöchentlich bestellt, so sind es heute schon bis zu 1.500 Türen.

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