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Technik, Wachhund oder Nachbarn?
Der richtige Einbruchschutz stoppt
Einbrecher schon vor der Tür.

Alptraum Wohnungseinbruch ­– ohne Einbruchschutz steigt das Risiko, dass er wahr wird. Denn alle drei Minuten wird in Deutschland eingebrochen, über 115.000 mal im Jahr¹. Dabei können schon wenige einbruchhemmende Schutzmaßnahmen den Einbruchversuch direkt an der Haus- oder Wohnungstür stoppen. Neben der Ferienzeit sind die dunklen Herbst- und Wintermonate eine Hochzeit für Einbrecher.

Die „Tür zur Welt“ hat mit Einbruchschutzexperten gesprochen und auch bei der Kriminalpolizei recherchiert. Deshalb gibt unser Blog einen guten Überblick über

  • die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Einbruchschutz.
  • die häufigsten Fehler, die Einbrecher anlocken.
  • einbruchhemmende Fenster und Türen: zertifizierte Sicherheit für Haus und Wohnung.
  • Adressen und Links zum Thema Einbruchschutz, die weiterhelfen.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum privaten Einbruchschutz

Wie kommen Einbrecher ins Haus und in die Wohnung?

Beim Eigenheim kommen die Einbrecher meistens über erreichbare Erdgeschoss-Fenster, nur 20 Prozent über die Haustür. Doch beim Mehrfamilienhaus kommen sie am häufigsten über die Wohnungseingangstür.

Gibt es eine zugängliche Kellertür, dann kann der Einbrecher dort schön im Verborgenen arbeiten. Mancher Balkon ist übers Garagendach leicht erreichbar und die Balkon- oder Terrassentür schnell aufgehebelt. Im anonymen Mehrfamilienhaus mit vielen Parteien ist gerade das Erdgeschoss einbruchgefährdet. Übrigens: Fast die Hälfte der Diebe kommt tagsüber.

Wie erkenne ich, ob meine Wohnung oder mein Eigenheim einbruchgefährdet ist?

Das Risiko für einen Einbruch hängt mit der Lage zusammen. Ihr Zuhause ist dann besonders attraktiv für Einbrecher, wenn

  • es nah an der Autobahn liegt. Einbrecher kommen so schnell hin und wieder weg.
  • es eine Alleinlage hat, wo rundum Nachbarn fehlen. Die Polizei empfiehlt dann oft höhere Sicherheitsklassen beim mechanischen Schutz sowie eine Alarmanlage mit direktem Draht zu einem Sicherheitsunternehmen oder der Polizei. Das ist allerdings teuer.
  • rundum eine 3-Meter-Tujahecke wächst oder das Grundstück eingewachsen ist. Das heißt: Hier schottet sich jemand ab. Einbrecher können ungestört arbeiten.

Was schützt vor Einbruch: Schrecken Sicherheitstechnik, Wachhund oder Nachbar Diebe ab?

„Übrigens „fetzt“ der Einbruchprofi eine nicht fachmännisch befestigte Einbruchschutztür in unter einer Minute aus der Verankerung. Oft wurde der günstige Internetkauf mal eben schnell selbst und falsch eingebaut. Bloß, um dann bei einem Einbruch innerhalb von Sekunden aus der Wand gebrochen zu werden. Dagegen befestigt ein Experte die Tür stabil zum Mauerwerk.“
(Lutz Brauneck, Leiter Entwicklung/Konstruktion bei PRÜM)

Beim Einbruchschutz steht die mechanische Sicherheitstechnik an erster Stelle. Das ist vor allem die einbruchhemmende Wohnungsabschlusstür oder Haustür. Damit ist schon viel gegen Einbrecher und Diebe getan. Auch eine massive Eichentür lässt sich zum Beispiel mit der richtigen Schließanlage und fachgerechter, stabiler Montage im Mauerwerk deutlich einbruchsicherer machen.

Außerdem wichtig: Gibt es Fenster, die schnell aus dem Stand erreichbar sind? Dann müssen diese ebenfalls gesichert werden.

Licht schreckt Diebe ab und bedeutet Sicherheit: Deshalb ist Beleuchtung mit Bewegungsmelder eine gute Investition. Denn Einbrecher scheuen das „Rampenlicht“. Allerdings muss der Bewegungsmelder außer Reichweite montiert werden, damit er nicht abgerissen oder weggedreht werden kann.

Apropos Licht: Lassen Sie es drinnen ruhig hier und da brennen, wenn Sie nicht zuhause sind. Auch das schreckt Einbrecher ab.

Billig wird teuer: Was kostet Einbruchschutz?

Viele Menschen geben lieber Geld für das Design ihrer Haus- oder Wohnungstür aus, als für den Einbruchschutz. Dabei gibt es eine einbruchsichere Tür für Wohnung oder Haus schon für 1.000 Euro, plus fachgerechter Montage. Bei vielen Multifunktions- oder Schallschutztüren  ist ein Einbruchschutz übrigens schon enthalten. Aber: Achten Sie bitte immer auf das Zertifikat!

Zertifizierte Widerstandsklasse: einbruchhemmend nach DIN-Norm EN 1627

Das Zertifikat gilt für ein einbruchsicheres System. Fehlen einzelne Punkte oder wurde falsch montiert, dann „wackelt“ der komplette Einbruchschutz.

Das Prüfzeugnis bescheinigt: Diese Tür ist einbruchhemmend. Denn die DIN-Norm EN 1627 bekommen nur Türen, die nach strengen Prüfkriterien getestet wurden. Da halten Schlossseite, Bandseite, Füllung oder Glasausschnitt, Türblatt und das gesamte Innenleben Einbrechern stand. Hier kann niemand die Tür einfach eintreten.

Am Prüfstand wird ein Exemplar im Rahmen der Schwachstellenanalyse komplett zerlegt und die Schwachstelle gesucht. Eine zweite, neue Tür geht dann in den Test. Ziel ist es, die Tür zu überwältigen. Nur ein Tür-System „aus einem Guss“ hält Stand.

Was bringt Sicherheitstechnik? Hände weg von Kamera-Dummies!

Die Polizei rät von Kamera-Dummies ab: Blinkt da ein rotes Lämpchen, dann weiß jeder Einbrecher: Dieser Kasten ist „fake“. Denn eine echte Video-Kamera braucht das nicht. Trotzdem nützt sie meist auch nichts. Oft sind die Aufnahmen nämlich zu dunkel und unscharf. Zudem sind viele Einbrecher auch dank Sturmhaube nicht erkennbar.

Wer ist für Einbruchschutz zuständig: Vermieter oder Mieter?

„Unser aktuelles Baurecht beschreibt keinen brauchbaren Mindeststandard zum Einbruchschutz. Das ist freiwillig. Schade, denn für andere Funktionsbereiche wie Energieeffizienz gibt es bindende Vorgaben.“ (Lutz Brauneck, Leiter Entwicklung/Konstruktion bei PRÜM)

Der Mieter ist selbst dafür verantwortlich, seine Wohnung einbruchsicher zu machen. Allerdings kann er dabei auf Förderung durch die KfW-Bank hoffen.

KfW-Förderung für einbruchhemmende Tür

Wer seine alte, hässliche, laute Wohnungseingangstür gegen eine einbruchhemmende Tür austauscht, den fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum Beispiel mit zehn Prozent der Kosten (die ersten 1.000 Euro davon sogar mit 20 Prozent). Das kann gesamt pro Förderantrag bis zu 1.600 Euro ausmachen.

„Übrigens kann die neue, sichere Tür in Mietwohnungen zwei Seiten haben: eine schöne nach innen, die zur Wohnungseinrichtung passt. Und eine, die nach außen den (Design-)Vorgaben des Vermieters entspricht“, so der Tipp von Lutz Brauneck.

Mehr Sicherheit durch Smart Home?

Wer viel Glück hat, der kann per Smart Home aus dem Urlaub einen Einbruchversuch im Zuhause dank Alarmierung bemerken. Leider klappt das nicht immer. Sollen auch Bilder übertragen werden, ist in der Regel ein gutes W-LAN erforderlich. Zusätzlich muss er sich auch vor dem Urlaub schlau machen, was im Falle eines Einbruchs zu tun ist: Wer in Spanien Ferien macht und die -110 wählt, erreicht nämlich nicht die heimische Polizeidienststelle. Das ist dann kein Notruf nach Deutschland.

Das sind die häufigsten Fehler, die während eines Urlaubs Einbrecher anlocken.

  1. Der Briefkasten quillt über. Das ist ein deutliches Signal für Einbrecherbanden, dass diese Wohnung längere Zeit leer steht und sich gerade niemand kümmert.
  2. Der Anrufbeantworter gibt bereitwillig Urlaubsort und -dauer preis.
  3. Ihre Urlaubsbilder auf Facebook & Co. zeigen jedem, dass Sie weit weg sind. Einbrecher sind auch in Sozialen Medien unterwegs.
  4. Ihr Schlüssel ist „am Haus“ versteckt. Vertrauen Sie Schlüssel lieber einem Nachbarn an. Dann kann dieser auch regelmäßig in der Wohnung nach dem Rechten schauen, Rollos mal aufziehen, Post hereinholen und Licht anschalten.
  5. Ihre Fenster stehen auf Kipp. Auch die Türen sind nicht abgeschlossen.

Einbruchsichere Fenster: abschließbar, mit Sicherheitsglas

Ist schlagfeste Folie eine gute Lösung? Bedingt. Denn Einbrecher hebeln Fenster lieber auf, als dass sie Glasbruch in Kauf nehmen. Schließlich bedeuten Scherben Lärm und Verletzungsgefahr. Deshalb gehen nur zehn Prozent der Täter „übers Glas“. Falls die Diebe es doch tun, kann ein abschließbarer Fenstergriff den Einbruchversuch vereiteln. Weil da der Griff durch das Loch im Fenster nicht weiterbringt, müsste der Einbrecher nun ein größeres Loch zum Durchsteigen schlagen. Doch das scheuen die meisten Täter.

Nur, weil Fenster dicht schließen, sind sie noch lange nicht einbruchsicher. „Wenn wir das gewusst hätten, dann hätten wir mehr ausgegeben“, hört die Polizei oft, wenn Einbrecher ein neues Fenster „geknackt“ haben.

„Königsdisziplin“ beim Fenster ist Sicherheits- oder Verbundglas. Allerdings ist das kein Standard bei Fenstern. Die Polizei rät zum einbruchhemmenden Fenster mit Spezial-Verglasung nach DIN 104, Teil 2. Aber auch hier gilt: Die fachgerechte Montage ist entscheidend. Denn sonst wird das sicherste Fenster in wenigen Sekunden ganz einfach ausgehebelt.

Linkliste Einbruchschutz

Wie macht man Einbrechern das Leben schwer?
www.k-einbruch.de/sicherheitstipps/haeufige-fragen/
www.sicheres-zuhause.info/de/FAQ

Was tun nach einem Einbruch?
www.energie-fachberater.de/ratgeber…

Wer in Einbruchschutz investiert, kann staatliche Förderung erhalten.
www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privat…

PRÜM lässt sich zertifizieren und regelmäßig von unabhängigen Gutachtern (über)prüfen ­– nach „DIN einbruchhemmend“ oder DIN CERTCO
www.dincertco.tuv.com/companies/19642?locale=de

Die PRÜM Einbruchschutztür erhielt 2017 ein polizeiliches Gütesiegel.
www.polizei.bayern.de/content/4/4/9/tueren.pdf

¹ Quelle: Polizeiliche Kriminalitätsstatistik 2017.
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