Skip links

Wie man sich vor Einbrüchen schützen kann

Sommerzeit. Einbruchzeit.

2019 gab es 87.145 Wohnungseinbruchdiebstähle in Deutschland und die Aufklärungsquote lag nur bei nur 17 % . Das Bundesland mit der höchsten Aufklärungsquote ist Thüringen, das mit der niedrigsten Bremen. Nur wirksamer Einbruchschutz hilft, die eigenen vier Wände und das Eigentum zu schützen.
Der Sommer ist die klassische Hochzeit für Einbrüche. Viele Menschen sind unterwegs in Ferien. Wohnungen und Häuser sind nicht bewohnt und Einbrecher haben leichtes Spiel.  Aber auch zur dunklen Jahreszeit mit ihren vielen Feiertagen, sind sie vermehrt unterwegs.
Neben dem materiellen Schaden, der durch den Einbruch entsteht, spielt auch der Einfluss auf die mentale Gesundheit eine erhebliche Rolle. Durch das unbefugte Eindringen in die Privatsphäre können Menschen in ihrem Zuhause das Sicherheitsgefühl verlieren. Die Auswirkungen auf die Psyche können enorm sein.

Wann passieren die meisten Einbrüche?

Pauschal lässt sich leider keine konkrete Uhrzeit für Einbrüche bestimmen. Sie finden zu allen Tages- und Nachtzeiten statt. Einbrecher schätzen ab, in welchem Zeitfenster niemand in der Wohnung anzutreffen ist. An Werktagen wird laut Polizei-Statistik hauptsächlich zwischen 8:00 und 22:00 Uhr eingebrochen. Da ist die Chance groß, dass die Bewohner unterwegs sind.
Ist erkennbar, dass sich technische Sicherungen an Hauseingangs- und Wohnungseingangstüren befinden, sorgt das für Abschreckung. Durch die erkennbare Sicherung, wird deutlich, dass es hier länger dauert einzubrechen, wodurch das Entdeckungsrisiko steigt.
Die Polizei rät: “Bei Sicherungsplanungen sollten mechanische Sicherungen an oberster Stelle stehen. Sie sind die wesentliche Voraussetzung für einen wirksamen Einbruchschutz.

Einbruchhemmende Türen sind ein guter Schutz

Viele herkömmliche Türen haben Sicherheitslücken. Teilweise reicht allein das Körpergewicht des Einbrechers ohne Verwendung jeglicher Werkzeuge aus, um eine Eingangstür zu überwinden. Einbruchhemmende Türen mit Widerstandsklasse sind weniger leicht zu überwinden. Hierfür sollte mindestens eine Tür mit RC 2 ausgewählt werden, um Schutz zu gewähren.
In der neu überarbeiteten Norm DIN EN 1627 vom Mai 2019  wurden die 6 Widerstandsklassen RC 1 – RC 6 (RC = Resistance Class) festgelegt. Die Norm basiert auf europaweiten Erfahrungen mit Einbruchversuchen und der Auswertungen der jährlich veröffentlichten Statistik der Kriminalpolizei über die typische Vorgehensweise der Einbrecher. Hiernach werden die üblichen Werkzeuge und die Täterprofile für die jeweiligen RC-Klassen festgelegt.
Einbruchhemmende Türen von PRÜM entsprechen den geltenden Normen und sind in den Widerstandsklassen RC 2 und RC 3 erhältlich. Je nach Einsatzgebiet können diese Türen zusätzlich mit weiteren Funktionen und Extras ausgestattet werden – zum Beispiel mit einer Klimaklasse  die das Verziehen der Tür unter Klimastress vermeiden hilft. Alle einbruchhemmenden Innentüren von PRÜM haben dazu mindestens die Schallschutzklasse SK 1. Optische Nachteile gibt es keine: Die einbruchhemmenden Türen von PRÜM können optimal mit dem Standard-Programm kombiniert werden.
Wohnungseingangstüren mit unzureichendem Einbruchschutz können nachgerüstet werden. Die Nachrüstung sollte zwingend von einem Fachmann durchgeführt werden – denn nur dann ist die einbruchshemmende Wirkung gewährleistet.

Was bedeutet eigentlich RC?

RC ist die Abkürzung des englischen Begriffs “Resistance Class”. Die RC ist die Metrik, um Einbruchhemmung  zu messen. Die Spanne reicht von RC 1 bis RC 6.
So finden Sie die richtige Widerstandsklasse:
RC 1 N: Bauteile der Widerstandsklasse RC 1 N weisen einen Grundschutz gegen Aufbruchversuche mit körperlicher Gewalt wie Gegentreten, Gegenspringen, Schulterwurf, Hochschieben und Herausreißen auf (vorwiegend Vandalismus). Bauteile der Widerstandsklasse RC 1 N weisen nur einen geringen Schutz gegen den Einsatz von Hebelwerkzeugen auf.  Hier wird der Einsatz nur empfohlen, wenn kein direkter Zugang möglich ist.
RC 2: Der Gelegenheitstäter versucht, zusätzlich mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keile, das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen. Geeignet für Wohn- und Gewerbeobjekte mit niedriger Gefährdung und durchschnittlichem Einbruchrisiko.
RC 3: Der Täter versucht zusätzlich mit einem zweiten Schraubendreher und einem Kuhfuß das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen. Geeignet für Wohn- und Gewerbeobjekte mit niedriger Gefährdung und hohem Einbruchrisiko.
RC 4: Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Sägewerkzeuge und Schlagwerkzeuge wie Schlagaxt, Stemmeisen, Hammer und Meißel sowie eine Akku- Bohrmaschine ein. Einsatz in Gewerbeobjekten mit hoher Gefährdung und geringem Einbruchrisiko.
RC 5: Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Elektrowerkzeuge wie z.B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer ein. Einsatz in Gewerbeobjekten mit hoher Gefährdung und durchschnittlichem Einbruchrisiko.
RC 6: Der erfahrene Täter setzt zusätzlich leistungsfähige Elektrowerkzeuge, wie z.B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer, ein. Einsatz in Gewerbeobjekten mit hoher Gefährdung mit hohem Einbruchrisiko.

Neue Norm DIN SPEC 18105 für Wohnungstüren

Im September 2019 wurde eine neue Norm für Wohnungseingangstüren veröffentlicht: die DIN SPEC 18105. In dieser Norm wurden neue Anforderungen definiert, die  Türen erfüllen müssen. Die Norm geht auf verschiedene Anforderungen einer Tür ein: Schallschutz, Verformung unter Klimastress und Einbruchsicherheit. Die DIN SPEC 18105 besagt, dass die Grundanforderung an Wohnungseingangstüren einen Schallschutz von mindestens 32 dB, ein Differenzklimaverhalten von KK III und eine Einbruchhemmung  von mindestens RC 2 gegeben sein muss.
Weitere empfehlenswerte Eigenschaften sind Wärmedämmung, Brandschutz (evtl. auch baurechtlich gefordert) und die Barrierefreiheit.

Eingangstür nach individuellen Bedürfnissen

Verschiedene Funktionen können sich bei Wohnungseingangstüren von PRÜM zu individuellen Lösungen vereinen und beinhalten Einbruch-, Klima-, Schall-, Brand- und Rauch- oder Wärmeschutz. Viele  Funktionen sind ebenfalls kombinierbar mit der innovativen SmartDOOR Technologie von PRÜM und KIWI! 

Wo kann man noch vorbeugen?

Um die Sicherheit zusätzlich zur einbruchshemmenden Tür zu erhöhen, können weitere Dinge beachtet werden. Aufstiegshilfen am Haus, die einem Einbrecher ermöglichen, in ein Haus oder eine Wohnung einzusteigen, sollten eliminiert werden. Beleuchtung mit integrierten Bewegungsmeldern sind sinnvoll. Sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Einbrecher entdeckt werden. Eine dichte Bepflanzung direkt am Haus bietet beste Versteck-Möglichkeiten für Einbrecher. Ein Türspion oder eine Videosprechanlage zeigen, welche Person sich vor der Eingangstür befindet. Zusätzliche Schlösser wie Türspaltsperren und Querriegelschlösser sorgen für weitere Sicherheit.

Konkrete Tipps der Polizei zum Einbruchschutz

  1. Wenn Sie Ihr Haus verlassen – auch nur für kurze Zeit – schließen Sie unbedingt Ihre Haustür ab!
  2. Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster!
  3. Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck!
  4. Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus!
  5. Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück!
  6. Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit!

Hinweis:

Um Ihr Haus ganzheitlich gegen Einbrüche zu schützen, ist die Sicherung von Fenstern, Fenstertüren und Kellerlichtschächten unabdingbar. Welche Sicherheitsaspekte es diesbezüglich zu beachten gibt, erfahren Sie hier.
Return to top of page