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Wie reinige ich meine Wohnungstür?
Die 5 wichtigsten Tipps und Tricks zur
Türen-Reinigung und -Pflege

Wohnungstüren reinigen? Unbedingt! Denn sie brauchen genau wie Möbel, Heizkörper und Fenster regelmäßige Pflege. Ein bis zwei Mal im Jahr sollten die Türen daher in den Hausputz einbezogen werden. Neben Hausstaub, Schmutzfingern und Hautfett sind Feuchtigkeit und Nikotin daran schuld, dass Türen fleckig werden oder sogar vergilben. Björn Baier ist Leiter Verbesserungsmanagement und Qualitätswesen bei PRÜM. Von Berufs wegen hat er stets ein kritisches Auge darauf, dass alle Türen das Werk makellos verlassen. Hier gibt er Tipps, wie sie lange schön bleiben.

1. Weiche Lappen, sanfte Lauge

„Grundsätzlich sind alle PRÜM-Türen pflegeleicht. Aber auch hier gilt: Gewusst, wie! Egal, ob CPL, Furnier, mit Glas-Elementen oder Lack: Leicht verschmutzte Türen-Oberflächen lassen sich mit einem weichen Baumwolltuch oder einem nebelfeuchten Fensterleder abwischen oder abstauben. Übrigens: Dasselbe gilt für Türklinken, Zargen und Türschlösser.

Der Schmutz ist hartnäckiger? Dann hilft meist eine warme Seifenlauge oder mildes Spülmittel. Auch hier ist der Baumwoll-Lappen oder das Fensterleder die richtige Wahl.“

2. Bei hartnäckigem Schmutz:
Spezialreiniger für die Tür

„Beim Fachhändler gibt es einen speziellen Reiniger, der auf die Tür abgestimmt ist und sogar bei verschmutzten Lacktüren helfen kann.

Aber Vorsicht: Besonders bei Holz-, Holzfurnier- und Lacktüren testen Sie am besten jeden Reiniger und Lappen erst einmal an einer kleinen, unauffälligen Stelle der Tür. So manches davon reinigt eine CPL-Oberfläche problemlos, kann aber auf einer Lacktür Schäden verursachen. Generell sind PRÜM-Türen mit CPL hart im Nehmen: So halten sie Zigarettenglut und vielen scharfen Reinigern stand, sind immun gegen die meisten Stöße oder Abrieb. Das gilt aber nicht im selben Umfang für Türen mit Holzanteil oder Lackierung.“

Die häufigsten Fehler bei
der Türen-Reinigung

  • Scharfe Reinigungsmittel, zum Beispiel Scheuermilch, alkohol- oder essighaltige Putzmittel sind keine gute Idee.
  • Mikrofasertücher oder Schwämme: Auf Lack- und Holztüren können sie Kratzer hinterlassen.
  • Nass wischen: Dabei kann das Holz aufquellen.
  • Spiritus für Türen mit Glasausschnitt kann Schäden am Lack und am Holz der Tür verursachen.

3. Nebelfeucht statt Wasserschaden: Vorsicht mit Feuchtigkeit!

„Auch mit Wasser sollten Sie lieber sparsam umgehen: Zu viel Feuchtigkeit oder sogar Nässe schadet der Tür und auch der Zarge, denn das Holz kann aufquellen. Dann ist der Schmutz vielleicht weg, aber die Tür schließt nicht und sieht auch nicht mehr schön aus.

Schließlich bestehen Türen ja auch aus Holzwerkstoff. Und der reagiert auf Feuchtigkeit ebenso empfindlich wie auf starke Temperaturschwankungen. Statt viel Wasser und Putzmittel hilft bei stark verschmutzten Türen ein sanfter Reiniger vom Türen-Fachhändler.“

4. Weißlack- und Holztüren schonend reinigen!

„Lacktüren sind empfindlicher, als Türen mit CPL-Oberflächen. Grundsätzlich behandeln Sie Ihre Tür am besten wie ein Möbel: Schließlich nimmt Ihr Kleiderschrank auch Schaden, wenn Sie ihn mit einem Schwamm, Mikrofasertuch oder mit Scheuermilch abrubbeln.“

5. Schutz vor Schmutz: Türzarge versiegeln

„Wer die Türzargen mit Silikon zum Boden hin versiegelt hat, schützt damit die Tür an einer empfindlichen Stelle: Denn gerade in Bodennähe kann sie sonst schnell und dauerhaft Schaden nehmen.“

„Behandeln Sie Ihre Türen wie einen Schrank oder ein anderes, wertiges Möbelstück. Dann bleiben Sie lange gepflegt und funktionsfähig“, rät Björn Baier.

So bleiben Ihre Türen schön.

Bedienen Sie Ihre Türen funktionsgerecht, dann machen Sie schon viel richtig. Das bedeutet:

  • Setzen Sie Türstopper an die richtige Stelle.
  • Türen öffnen und schließen Sie am besten mit der Klinke, nicht am Türblatt. Das erspart hartnäckige, fettige Griffspuren und Schmutzfinger.
  • Aufkleber gehören nicht an Türen oder Zargen. Denn oft lassen sie sich nicht ohne Rückstände entfernen. Dann ist die Tür beschädigt.
  • Welches Raumklima herrscht vor und hinter jeder Tür? Je nach Umgebung und Temperatur-Situation braucht eine Tür die richtige Klimaklasse.
  • Schlagen Sie Türen nicht zu, treten Sie nicht dagegen
  • und hängen Sie keine Lasten an die Türklinken oder Türblätter.

Kleine (Lack-)Schäden an der Tür selbst ausbessern: 
DIY-Tür-Reparatur – so geht’s!

Auch bei regelmäßiger, bester Pflege der Tür gilt: Kleinere Reparaturen können immer mal nötig sein. Denn das Leben hinterlässt Gebrauchsspuren an Möbeln, Fenstern und Türen. Wo Rutschauto, Puppenwagen, Staubsauger oder Taschen im Alltag versehentlich anecken, da kann schon mal ein wenig Lack oder Holz abplatzen.

Deshalb ist es sinnvoll, sich ein Reparatur- oder Retuschier-Set für den Hausgebrauch zusammenzustellen. Damit können Sie kleine Kratzer, Schrammen und Unebenheiten an der Tür schnell selbst ausbessern.

Björn Baier ist Schreinermeister und seit über 20 Jahren Türen-Profi bei PRÜM. Seit 2013 leitet er die Abteilung Verbesserungsmanagement, seit 2015 auch das Qualitätswesen mit insgesamt 11 Mitarbeitern. (Foto: PRÜM)

Ein Türen-Retuschier-Kit beinhaltet:

  • Hart- oder Weichwachse
  • Lack-Stifte in den passenden Farbtönen

„Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie für Ihre kleine Tür-Reparatur brauchen: Bitte keine Experimente! Gehen Sie dann direkt zu Ihrem Türen-Fachhändler. Er berät sie gern. Und wenn der Schaden für eine Do-it-yourself-Reparatur zu schwer ist, dann übernimmt am besten der Fachmann vor Ort diese Arbeit“, so Björn Baier. Das gilt umso mehr bei ernsthaften Schäden: zum Beispiel, wenn die Tür nicht mehr funktioniert oder schlecht schließt, ein Band ausgerissen ist, Risse oder Spalten sichtbar werden.

Pauschale Angaben zur Gewährleistung bei Tür-Schäden gibt es nicht: Denn sie sind abhängig von Material, Funktion, Klasse, Montage …

Deshalb ist auch hier der Fachhändler der richtige Ansprechpartner.

Linkliste: Türen richtig reinigen: mit Tipps und Hilfen vom Fachhändler

Fachhändler-Suche: Die richtigen Reiniger und spezielle Pflegetipps für Ihre Tür gibt es hier: www.tuer.de/service/haendlersuche.html

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